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Archive for the ‘Fantasy’ Category

Herzlichen Dank an Charlousie für dieses Rezensionsexemplar. Folgende Kritik erschien zuerst in ihrem Blog als Gastrezension.

Inhalt (Klappentext):
Titus ist sieben. Sein Gefängnis: Gormenghast. Gewalt und Gesetzlosigkeit breiten sich wie eine Pest in den finsteren Kammern und den spinnwebverschleierten Dachböden des Schlosses aus. Doch wer steckt hinter den unerklärlichen Ereignissen?

Meine Bewertung:
Es gibt Bücher, auf deren ersten Seiten man erst einmal einige Steine aus dem Weg räumen muss, um den Zugang zur Geschichte zu finden. Und dann gibt es Bücher, bei denen räumt man Stein um Stein mühsam beiseite, und alles, was man dahinter findet, sind unzählige weitere Steine – noch schwerer, grauer und langweiliger als die ersten.

Leider gehört „Im Schloss“, der zweite Roman der Gormenghast-Reihe von Mervyn Peake, zu letzterer Kategorie. Das Buch erschien auf Englisch 1950, auf Deutsch 1982 und wurde 2010 neu durchgesehen nochmals herausgebracht.

Ein unheimliches Schloss, das viele Geheimnisse und skurrile Personen beherbergt, ist doch guter Stoff für eine fesselnde Geschichte – sollte man meinen. Auf dieses Buch trifft das jedenfalls nicht zu:

An kein Buch kann ich mich erinnern, das ich so gern abgebrochen hätte. Über kein Buch habe ich beim Lesen so geflucht, weil seine Geschichte zäh wie dickflüssige Gummimasse zwischen den Seiten klebte.

Was nützen „telling names“, wenn sie das einzig Interessante an den Figuren sind? Was nützt ein auf dem Cover angekündigtes Vorwort von Fantasy-Autor Tad Williams, wenn dessen meiner Meinung nach ungerechtfertigter, achtseitiger Lobgesang auf „Im Schloss“ bei Weitem besser geschrieben ist als das angepriesene Buch selbst?

Williams’ Vorwort schließt mit den Worten: „Wir wollen wissen, was als nächstes geschieht, weil es eine Geschichte ist – eine großartige Geschichte.“ Für mich jedoch gilt: Ich will mit Sicherheit nicht wissen, wie die Geschichte in den nächsten beiden Bänden weitergeht, weil es eine langweilige Geschichte ist – eine furchtbar schlecht geschriebene Geschichte.

Mein Fazit:
Wäre dieses Buch kein Rezensionsexemplar gewesen, hätte ich es nach den ersten Kapiteln schon abgebrochen. Mervyn Peake – einmal und nicht wieder.


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Die Krankenschwester Keelin wird von Albträumen geplagt. Eines Tages dringt ein furchtbares Monster in ihre Wohnung ein und versucht, sie zu töten. Auf der Flucht muss Keelin feststellen, dass ihre Träume Wirklichkeit sind, die Wirklichkeit in der „Innenwelt“, in der sich Druiden und Schatten bekriegen (einer von Letzteren war das Monster, das sie angegriffen hat) . Keelins Retter helfen ihr, selbst in die Innenwelt zu kommen und dort wird Keelin schnell klar, dass auch sie eine Rolle in dem Krieg zu spielen hat…

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich richtig in der Innenwelt angekommen bin; der Klappentext des Buches ist etwas irreführend, denn Keelin ist bei Weitem nicht die einzige Hauptperson und die vielen fremdartigen, da keltischen Namen haben mich am Anfang auch etwas verwirrt. Aber dann hat mich die Geschichte um Keelin, die Druiden und die Schatten doch gepackt, da das Buch spannend geschrieben ist und einem die Hauptfiguren in der Innen- und Außenwelt langsam aber sicher ans Herz wachsen. Es bleiben viele Fragen offen nach dem Lesen von „Schattenkrieg“, aber das ist bei Band 1 einer Trilogie ja auch nicht verwunderlich.

Ein ganz besonderes Leseerlebnis war „Schattenkrieg“ deswegen, weil ich es im Rahmen meiner ersten Leserunde gelesen habe, die noch dazu autorenbegleitet war. Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten (ich habe noch nie etwas zu einem Buch geschrieben, bevor ich es ganz durchgelesen hatte) war es sehr interessant zu sehen, welche Gedanken andere zum gerade gelesenen Abschnitt hatten und es ist natürlich genial, dem Autor selbst Fragen zum Buch stellen zu können.

Nicht vergessen zu erwähnen möchte ich die schöne Aufmachung des Buches: obwohl „nur“ ein Taschenbuch, hat es ein Lesebändchen (bei einer Lesezeichenverschusslerin wie mir sehr wichtig!) und das Cover ist wunderschön gestaltet.

Mein Fazit: Band 2, ich komme! 🙂

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