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Archive for the ‘Hörbücher’ Category

Dort oben im Tal ist das Böse gefangen wie ein wildes Tier.

11.11.2010: In Kanada ist „Rememberance Day“ (vergleichbar dem Volkstrauertag in Deutschland) und das Grace College schließt für einige Tage. Eigentlich wollten Julia, ihr Freund Chris und ihre MitstudentInnen Rose, Benjamin und Debbie die freien Tage außerhalb des Colleges verbringen. Doch ein Autounfall auf ihrem Weg aus dem Tal zwingt sie dazu, ins College zurückzukehren. Von einem Sturm von der Außenwelt abgeschnitten, müssen die Jugendlichen bald um ihr Leben fürchten, denn auch die zwei im College verbliebenen Wachleute können sie nicht vor dem Killer beschützen, der dort sein Unwesen treibt…

Ein fast menschenleeres, riesiges Gebäude, das durch einen Sturm von der Außenwelt abgeschnitten ist, eine Gruppe Teenager und ein Mörder – das ist ein Stoff, der für Gruselfilme wie gemacht ist. Und für Hörbücher, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen.

Vom Prolog einmal abgesehen, beginnt dieses Hörbuch ganz harmlos, ab dem Autounfall steigt die Spannung kontinuierlich an und wird dann dermaßen heftig, dass ich es so manches Mal bereut habe, den Großteil von „Der Sturm“ im Dunkeln gehört zu haben. (Macht das bloß nicht!!!*ggg*)

Das Ende ist glücklicherweise wieder so nicht vorauszusehen und auch die Personen sind wieder mitreißend charakterisiert:

In Band 3 sind Debbie und Chris die Personen, über die man am meisten erfährt:

Debbie ist voller Hass auf ihre Mitmenschen, sieht Essen als ihren einzigen Trost und ist wegen ihrer seltsamen Art nicht gerade beliebt bei ihren KommilitonInnen.

Julias Freund Chris zeigt sich in „Der Sturm“ als besitzergreifend, eifersüchtig, aufbrausend und aggressiv.

Wie Julia im ersten und Katie im zweiten „Tal“-Teil haben auch Debbie und Chris Geheimnisse aus der Vergangenheit, die im Laufe der Geschichte ans Licht kommen. Auch über ihren familiären Hintergrund erfährt man Aufschlussreiches.

Die Zwischenmusik und das wunderbare Timbre der Stimme von Franziska Pigulla runden den Hörgenuss ab

Wer der Mörder ist und welches Geheimnis welches Teenagers ihm als Rechtfertigung zum Morden dient, werde ich natürlich nicht verraten. Was ich verraten kann: hätte ich ein Wertungssystem, würde ich für „Der Sturm“ die Höchstwertung vergeben.  Und ich freue mich schon sehr darauf, den vierten Teil zu hören.

Krystyna Kuhn, Das Tal – Season 1.3 – Der Sturm

Sprecherin: Franziska Pigulla

Länge: 4 Std. 46 Min. (gekürzt)

Detailseite mit Hörprobe auf Audible.de.

 

Herzlichen Dank an Audible für den Rezensions-Download!

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Erst vier Monate am Bloggen und schon eine Krise?

Es geht gar nicht ums Bloggen an sich. Sondern um die Tatsache, dass ich mich in meiner ersten „Ich bin jetzt ein kleiner Teil der Buch-Blogosphäre“-Euphorie bei vielen Aktionen angemeldet und mich damit übernommen habe. Kein unbeschwerter Lesespaß mehr, viel weniger Freude am (Buch-) Bloggen, weil ich nur noch denken kann: „Das musst Du noch dafür rezensieren, dieses Buch für jene Seite, den Artikel an dem Tag für diese Aktion schreiben“ etc..

Als ich mich vorhin ans Lesen setzen wollte und einfach keine innere Ruhe dafür finden konnte, habe ich gemerkt, dass ich etwas ändern muss. Wenn ich nämlich keinen Spaß mehr am Lesen habe, habe ich auch keinen mehr am Rezensieren und mein Blog würde langsam aber sicher eingehen. Und ich hätte mir mein allerliebstes Hobby, das Lesen natürlich, auch noch selber kaputtgemacht…

Hier meine Gegenmaßnahmen:

Ab sofort nicht mehr teilnehmen werde ich an den Aktionen „Tage vergehen“ und „12 Bücherzeiten“, ich werde mich um keine neuen Vorablesen-Exemplare mehr bewerben und für keine Gastrezensionen mehr; bei kommenden Leserunden und anderen Aktionen werde ich auch nicht mehr dabei sein.

Weiterhin dabei bin ich bei den Challenges (da will ich einfach durchhalten, werde mich aber für 2012 für keine mehr eintragen), beim SUB-Abbau sowieso; die Leserunde, die gestern gestartet ist, mache ich auch noch mit, und natürlich schreibe ich auch noch die Rezensionen, für die ich die Bücher schon erhalten habe (eine Gastrezension und eine für vorablesen.de).

Da mir die Idee des Freitags-Füllers sehr gefällt und ich dabei noch nie den Gedanken „Jetzt muss ich auch noch das machen…“ hatte, bleibe ich dem auch treu. Dem Hörbuch-Rezensionsprogramm ebenfalls; allerdings wird der Zeitraum zwischen den HB-Rezensionen etwas größer werden.

Ich möchte, dass in meinem Blog wieder hauptsächlich Rezensionen zu lesen sind. Und zwar zu Büchern, auf die ich gerade Lust habe. Ab und an wird es meine Buchgeschichten geben (je nachdem, wann mich ein Thema halt „anspringt“) und jeden Freitag den Füller.

Also, lieber Lesespaß, für Dich ist jetzt alles vorbereitet – bitte komm wieder!

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Inhalt:

Katie hat nur ein Ziel. Den Gipfel des Ghosts, jenes legendären Dreitausenders, der das Tal überragt. Unheimliche Mythen ranken sich um den Berg, seit dort in den 70er Jahren eine Gruppe von Jugendlichen verschwunden ist.[…]

Katie heuert die Bergführerin Ana an; sonst ganz Einzelkämpferin, muss sie sich nun Ana beugen und akzeptieren, dass sie sich nicht nur zu zweit auf den Weg machen können. Katie schafft es, ihre Freundin Julia, deren Freund Chris und drei weitere Mitstudenten zu überreden, sich ihnen anzuschließen. Sie wollen herausfinden, was mit den Studenten passiert ist, die vor über 30 Jahren auf dem „Ghost“ verschwunden sind…

Meine Bewertung:

Lag es am Medium oder an der Story? Nachdem ich Band 1 der „Das Tal“-Reihe gelesen hatte („Das Spiel“), war ich nicht sonderlich begeistert und mir noch nicht sicher, ob ich die Nachfolgebände überhaupt lesen sollte. Nun habe ich den zweiten Teil als Hörbuch entdeckt, gehört und es nicht bereut.

Im Gegensatz zu Band 1 ist hier die Spannung von Anfang an spürbar und hat mich die ganzen 4 3/4 Stunden nicht mehr losgelassen. Nicht nur die Frage, was wohl mit den vor 30 Jahren verschollenen Studenten passiert ist, trieb mich um, auch die Geheimnisse der Hauptpersonen:

Statt Julia, der Hauptperson im ersten Band, ist nun ihre Freundin Katie die Person, aus deren Sicht die Geschichte größtenteils erzählt wird. Immer wieder kehren ihre Gedanken in die Vergangenheit zurück, zu ihrem ersten Freund, Sébastien. Was ist mit ihm geschehen? Und ist das der Grund dafür, wieso sie sich immer wieder in Lebensgefahr bringt?

Nachdem das Geheimnis um Julias Vergangenheit in Band 1 zumindest teilweise gelöst wurde, stellt sich ihr in diesem Band die Frage, warum der Name ihres toten (totgeglaubten?) Vaters auf dem Gedenkstein für die verschwundenen Studenten im Wald in der Nähe des College steht.

Auch der einzige neue Charakter unter den Studenten, der Lehrersohn Paul Forster, gibt Rätsel auf: Warum war er im Gefängnis?

Kuhn baut die Geheimnisse durch Rückblenden in die Vergangenheit geschickt in die Geschichte ein, und vor der drohenden Kulisse des „Ghost“ ergibt das alles zusammengenommen einen umwerfenden Thriller.

Der Epilog letztlich krönt das Ganze noch mit einer unerwarteten Wendung, die es mir kalt den Rücken hinunterlaufen hat lassen.

Mein Fazit:

Dieses Hörbuch hat mich voll und ganz überzeugt, und die knapp 5 Stunden waren viel zu schnell vorbei. Hörbuch zu Band 3, ich komme! 😉

Krystyna Kuhn, Das Tal – Season 1.2 – Die Katastrophe

Sprecherin: Franziska Pigulla

Länge: 4 Std. 43 Min. (gekürzt)

Detailseite mit Hörprobe auf Audible.de

Herzlichen Dank an Audible für den Rezensions-Download!

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Inhalt:

Auf einem Friedhof in London wird eine ermordete junge Frau gefunden. Isabelle Ardery, die neue Detective Superintendent, und ihr Team, darunter auch Thomas Lynley, ermitteln.

Meine Meinung:

Lag es daran, dass die beiden Hörbücher (HBs), die ich davor gehört habe, (zu) hohe Maßstäbe gesetzt haben? Oder daran, dass dieses HB eine gekürzte Fassung ist? „Wer dem Tode geweiht“ hat mich jedenfalls sehr enttäuscht. Die Fülle an Personen verwirrt, gerade am Anfang, das Buch hat viele Längen und ist, insgesamt gesehen, nur mäßig unterhaltsam.

Das Positive: Die Sprecherin, Schauspielerin Sabine Postel, macht ihre Arbeit wunderbar, und wäre das ganze Hörbuch so spannend wie die letzten zwei Stunden, wäre ich voll des Lobes.

So aber reicht das Positive leider nicht, um darüber hinwegsehen zu können, dass ich das HB einige Male am liebsten abgebrochen hätte.

Mein Fazit:

Für mich war dieses HB leider ein Flop.

Elizabeth George, Wer dem Tode geweiht

Sprecherin: Sabine Postel

Länge: 9 Std. 28 Min. (gekürzt)

Detailseite mit Hörprobe auf Audible.de.

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Inhalt:

Der emeritierte Psychologie-Professor Adrian Thomas erhält eine furchtbare Diagnose: Lewy-Körper-Demenz. Eigentlich will er sich danach das Leben nehmen, doch dann beobachtet er die Entführung eines jungen Mädchens. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt: kann Adrian das Mädchen retten, bevor ihm die Krankheit den Verstand ganz raubt?

Meine Meinung:

Hochspannung- das ist das erste Wort, das mir zu diesem Hörbuch (HB) einfällt. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht des Professors, des Entführungsopfers Jennifer, der Polizistin Terry Collins und dem größenwahnsinnigen Entführerpärchen erzählt. Kaum wird der Hörerschaft klar, dass die Entführung des Mädchens keine Wahnvorstellung Adrians, sondern bittere Realität ist, beginnt das Bangen um Jennifers Leben. Grausig,auf welche Weise die Entführer mit ihr im Internet viel Geld verdienen und wie die Zuschauer dieser Verbrechen über die ganze Sache denken (die Perspektive einiger von ihnen ist in kurzen Einschüben auch vertreten).

Wäre es nicht so traurig, könnte man manchmal fast schmunzeln, wie Adrian Gespräche führt mit seiner toten Frau, seinem verstorbenem Sohn und seinem Bruder, der Selbstmord begangen hat, wie er sich manches Mal mit ihnen streitet und Ratschläge von ihnen erhält. Dieses Schmunzeln vergeht einem aber schnell wieder, wenn die Handlung fortschreitet und wenn man bedenkt, dass seine Demenz unheilbar ist.

Der Showdown, in dem alle Hauptpersonen aufeinander treffen, ist grandios, endet aber leider für einige der „Guten“ tragisch. Und der Epilog hat mir die Tränen in die Augen getrieben.

Ein kleiner (mein einziger) Kritikpunkt noch zum Schluss: als Adrians Helfer wider Willen, ein verurteilter Kinderschänder, dem Professor das Ausmaß von sadistischen Internetseiten zeigt, da hätten es ein paar weniger drastische Darstellungen, mehr Andeutungen auch getan. Gut, Katzenbach wollte wohl verdeutlichen, was alles im Internet passieren kann bzw. passiert, aber an dieser Stelle war mir das fast zuviel.

Mein Fazit:

Mitreißende Story mit einem kongenialen Sprecher- hätte ich ein Bewertungssystem für Hörbücher, das von 0 bis 5 CDs reicht, würde ich diesem HB 5 CDs geben.

John Katzenbach, Der Professor

Sprecher: Simon Jäger

Länge: 16 Std. 26 Min. (ungekürzt!)

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Inhalt:

Auf einer Konferenz trifft die Rechtsmedizinerin Dr. Maura Isles Doug, einen Bekannten aus Studientagen wieder. Man findet sich sympathisch, und Maura, die ihrem schwierigen Privatleben entfliehen will, nimmt gern Dougs Einladung an, mit ihm, seiner Tochter und einem befreundeten Pärchen für ein paar Tage Urlaub in einer Berghütte zu machen. Auf der Fahrt zur Hütte kommt ein Schneesturm auf, Dougs Mietwagen kommt vom Weg ab, die fünf schaffen es nicht, das Auto wieder fahrbereit zu machen und so sind sie, 30 Meilen vom nächsten Dorf entfernt, auf sich selbst gestellt. Da entdeckt Maura einen Wegweiser zu einem Dorf namens „Kingdom Come“ und die Freunde machen sich auf den Weg in das Tal, in dem das Dorf liegt. Doch bald kommt ihnen einiges komisch vor, denn als sie in „Kingdom Come“ ankommen, ist das ganze Dorf wie ausgestorben. Und als sie sich dort genauer umschauen, bemerken sie noch andere seltsame Dinge und ihr Unbehagen wird immer größer- und das zu Recht…

Meine Bewertung:

Was habe ich mich gegruselt! Besonders der Teil des Buches, der in Kingdom Come spielt und in dem man mit Maura und den anderen in einem verlassenen, eingeschneiten Dorf festsitzt, ist äußerst nervenzehrend, die Spannung ist, weil man zwar weiß, dass etwas ganz und gar nicht stimmt, aber noch nicht, was genau das ist und was da in den Schatten noch alles lauert, kaum auszuhalten. Aber auch im weiteren Verlauf der Geschichte bleibt es spannend: vermeintliche Bösewichte stellen sich als Retter heraus, vermeintliche Retter als böse, und als man schon glaubt, der Sache auf den Grund gekommen zu sein, baut Tess Gerritsen noch einige unerwartete Wendungen ein und macht das Ende alles andere als vorhersehbar.

Mein Fazit:

Ich muss zugeben, dass ich die die Stimme von Mechthild Großmann zuerst sehr gewöhnungsbedürftig fand, zu dunkel und zu rauh kam sie mir vor. Nach kurzer Zeit jedoch war meine Skepsis dahin, denn wie Großmann die verschiedenen Charaktere lebendig werden lässt und die Atmosphäre des Buches transportiert- das kann man nur mit solch einer Stimme.

 

Tess Gerritsen, Totengrund

Sprecherin: Mechthild Großmann

Länge: 12 Stunden, 24 Minuten (ungekürzt!)

Detailseite mit Hörprobe auf Audible.de

Herzlichen Dank an Audible für den Rezensions-Download!

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